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Der dritte Sonntag im Amschir

Abendweihrauch

Erhebt euch und steht in Gottesfurcht, seid aufmerksam in Weisheit, um das heilige

Evangelium zu hören. Ein Abschnitt aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, dem

Evangelisten und reinen Apostel.

Sein Segen sei mit uns. Amen.

Psalm (Ps 17, 15;3)

Aus den Psalmen unseres Lehrers David,

des Propheten und Königs. Sein Segen sei mit uns. Amen.

Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, mich satt sehen an

deiner Gestalt, Prüfst du mein Herz, suchst du mich heim in der Nacht

Alleluja

Gesegnet sei der, der kommt im Namen des Herrn. Unser Herr, unser Gott, unser Erlöser und

unser aller König, Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ihm gebührt Ehre in

Ewigkeit. Amen.

Evangelium (Joh 5, 39-47)

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu

haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab. Und doch wollt ihr nicht zu mir

kommen, um das Leben zu haben. Meine Ehre empfange ich nicht von

Menschen. Ich habe erkannt, dass ihr die Liebe zu Gott nicht in euch habt. Ich

bin im Namen meines Vaters gekommen und doch lehnt ihr mich ab. Wenn aber

ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, dann werdet ihr ihn anerkennen.

Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander

empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt? Denkt

nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde; Mose klagt euch an, auf den ihr

eure Hoffnung gesetzt habt. Wenn ihr Mose glauben würdet, müsstet ihr auch

mir glauben; denn über mich hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften

nicht glaubt, wie könnt ihr dann meinen Worten glauben?

Ehre sei unserem Herrn in Ewigkeit. Amen.

Morgenweihrauch

Erhebt euch und steht in Gottesfurcht, seid aufmerksam in Weisheit, um das heilige

Evangelium zu hören. Ein Abschnitt aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, dem

Evangelisten und reinen Apostel.

Sein Segen sei mit uns. Amen.

Psalm (Ps 89, 53;50)

Aus den Psalmen unseres Lehrers David,

des Propheten und Königs. Sein Segen sei mit uns. Amen.

Gepriesen sei der Herr in Ewigkeit. Amen, ja amen. Herr, wo sind die

Taten deiner Huld geblieben, die du David in deiner Treue geschworen hast?

Alleluja

Gesegnet sei der, der kommt im Namen des Herrn. Unser Herr, unser Gott, unser Erlöser und

unser aller König, Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ihm gebührt Ehre in

Ewigkeit. Amen.

Evangelium (Joh 12, 44-50)

Jesus aber rief aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an

den, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.

Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich

glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht

befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu

richten, sondern um sie zu retten.

Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen

Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag.

Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der

mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich

weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es

mir der Vater gesagt hat.

Ehre sei unserem Herrn in Ewigkeit. Amen.

Die heilige Liturgie

Paulusbrief (Hebr 3, 1-19 und 4,1-2)

Lesung aus dem Brief unseres Lehrers Paulus, des Apostels, an die Hebräer.

Sein Segen sei mit uns. Amen.

Darum, heilige Brüder, die ihr an der himmlischen Berufung teilhabt,

schaut auf den Apostel und Hohenpriester, dem unser Bekenntnis gilt: auf Jesus,

der - wie auch Mose in Gottes Haus - dem treu ist, der ihn eingesetzt hat. Denn

er hat größere Herrlichkeit empfangen als Mose, so wie der, der ein Haus baut,

größeren Ruhm genießt als das Haus. Denn jedes Haus wird von jemand erbaut;

der aber, der alles erbaut hat, ist Gott.

Mose war in Gottes ganzem Haus treu als Diener, zum Zeugnis der künftigen

Offenbarungen; Christus aber ist treu als Sohn, der über das Haus Gottes gesetzt

ist; sein Haus aber sind wir, wenn wir an der Zuversicht und an dem stolzen

Bewusstsein festhalten, das unsere Hoffnung uns verleiht.

Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme

hört, verhärtet euer Herz nicht wie beim Aufruhr, wie in der Wüste am Tag der

Versuchung. Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe

gestellt und hatten doch meine Taten gesehen, vierzig Jahre lang. Darum war

mir diese Generation zuwider und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie

erkannten meine Wege nicht.

Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land

meiner Ruhe kommen. Gebt Acht, Brüder, dass keiner von euch ein böses,

ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt, sondern ermahnt

einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch

durch den Betrug der Sünde verhärtet wird; denn an Christus haben wir nur

Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang

hatten. Wenn es heißt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz

nicht wie beim Aufruhr - wer waren denn jene, die hörten und sich auflehnten?

Waren es nicht alle, die unter Mose aus Ägypten ausgezogen waren?

Wer war ihm vierzig Jahre lang zuwider? Nicht etwa die Sünder, deren Leichen

in der Wüste liegen blieben? Wem hat er geschworen, sie sollen nicht in das

Land seiner Ruhe kommen, wenn nicht den Ungehorsamen? Und wir sehen,

dass sie wegen ihres Unglaubens nicht hineinkommen konnten.

Darum lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt,

solange die Verheißung, in das Land seiner Ruhe zu kommen, noch gilt. Denn

uns ist das Evangelium verkündet worden wie jenen; doch hat ihnen das Wort,

das sie hörten, nichts genützt, weil es sich nicht durch den Glauben mit den

Hörern verband.

Die Gnade Gottes des Vaters sei mit Euch, meine Väter und Brüder. Amen.

Katholikon (Jud 1, 14-25)

Lesung aus dem katholischen Brief unseres Lehrers Judas, des Apostels.

Sein Segen sei mit uns. Amen.

Auch ihnen gilt, was schon Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt

hat: Seht, der Herr kommt mit seinen heiligen Zehntausenden, um über alle

Gericht zu halten und alle Gottlosen zu bestrafen wegen all ihrer gottlosen

Taten, die sie verübt haben, und wegen all der frechen Reden, die die gottlosen

Sünder gegen ihn geführt haben. Sie sind Nörgler, immer unzufrieden mit ihrem

Geschick; sie lassen sich von ihren Begierden leiten; sie nehmen große Worte in

den Mund und schmeicheln den Menschen aus Eigennutz.

Ihr aber, liebe Brüder, denkt an die Worte, die von den Aposteln Jesu Christi,

unseres Herrn, im Voraus verkündet worden sind, als sie euch sagten: Am Ende

der Zeit wird es Spötter geben, die sich von ihren gottlosen Begierden leiten

lassen. Sie werden die Einheit zerstören, denn es sind irdisch gesinnte

Menschen, die den Geist nicht besitzen.

Ihr aber, liebe Brüder, gründet euch auf euren hochheiligen Glauben, und baut

darauf weiter, betet in der Kraft des Heiligen Geistes, haltet fest an der Liebe

Gottes und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres Herrn, der euch das

ewige Leben schenkt. Erbarmt euch derer, die zweifeln; rettet sie, entreißt sie

dem Feuer! Der anderen aber erbarmt euch voll Furcht; verabscheut sogar das

Gewand eines Menschen, der der Sünde verfallen ist.

Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren

und euch untadelig und voll Freude vor seine Herrlichkeit treten zu lassen, ihm,

der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit,

Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen.

Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist. Die Welt und ihre Begierden

vergehen. Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. Amen.

Apostelgeschichte (Apg 20, 7-16)

Ein Kapitel aus der Geschichte unserer Väter, der reinen Apostel.

Ihr Segen sei mit uns. Amen.

Als wir am ersten Wochentag versammelt waren, um das Brot zu brechen,

redete Paulus zu ihnen, denn er wollte am folgenden Tag abreisen; und er dehnte

seine Rede bis Mitternacht aus. In dem Obergemach, in dem wir versammelt

waren, brannten viele Lampen. Ein junger Mann namens Eutychus saß im

offenen Fenster und sank, als die Predigt des Paulus sich länger hinzog, in tiefen

Schlaf. Und er fiel im Schlaf aus dem dritten Stock hinunter; als man ihn

aufhob, war er tot.

Paulus lief hinab, warf sich über ihn, umfasste ihn und sagte: Beunruhigt euch

nicht: Er lebt! Dann stieg er wieder hinauf, brach das Brot und aß und redete mit

ihnen bis zum Morgengrauen. So verließ er sie. Den jungen Mann aber führten

sie lebend von dort weg. Und sie wurden voll Zuversicht.

Wir gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assos, wo wir Paulus an Bord

nehmen sollten; so hatte er es angeordnet, weil er selbst zu Fuß gehen wollte.

Als er in Assos zu uns stieß, nahmen wir ihn an Bord und erreichten Mitylene.

Von dort segelten wir am nächsten Tag ab und kamen bis auf die Höhe von

Chios. Am anderen Tag liefen wir Samos an und landeten am folgenden Tag in

Milet. Paulus hatte sich entschlossen, an Ephesus vorbeizufahren, um in der

Provinz Asien keine Zeit zu verlieren. Denn er hatte es eilig, weil er, wenn

möglich, am Pfingstfest in Jerusalem sein wollte.

Das Wort Gottes wächst noch in dieser Kirche und in jeder Kirche. Amen.

Erhebt euch und steht in Gottesfurcht, seid aufmerksam in Weisheit, um das heilige

Evangelium zu hören. Ein Abschnitt aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, dem

Evangelisten und reinen Apostel.

Sein Segen sei mit uns. Amen.

Psalm (Ps 89, 1;7)

Aus den Psalmen unseres Lehrers David,

des Propheten und Königs. Sein Segen sei mit uns. Amen.

Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen, bis zum fernsten

Geschlecht laut deine Treue verkünden. Denn wer über den Wolken ist wie der

Herr, wer von den Göttern ist dem Herrn gleich?

Alleluja

Gesegnet sei der, der kommt im Namen des Herrn. Unser Herr, unser Gott, unser Erlöser und

unser aller König, Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ihm gebührt Ehre in

Ewigkeit. Amen.

Evangelium (Joh 6, 27-46)

Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die

für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn

ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was

müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen:

Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Sie

entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben?

Was tust du? Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in

der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot

vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom

Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der

Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus

antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie

mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber ich

habe euch gesagt: Ihr habt (mich) gesehen und doch glaubt ihr nicht. Alles, was

der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich

nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen

Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen,

die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke

am letzten Tag. Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn

sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke

am letzten Tag. Da murrten die Juden gegen ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin

das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.

Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir

kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen? Jesus

sagte zu ihnen: Murrt nicht! Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der

Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am

Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein.

Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.

Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den

Vater gesehen.

Ehre sei unserem Herrn in Ewigkeit. Amen.