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Der vierte Sonntag im Tut
Abendweihrauch
Erhebt euch und steht in Gottesfurcht, seid aufmerksam in Weisheit, um das heilige
Evangelium zu hören. Ein Abschnitt aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus, dem
Evangelisten und reinen Apostel.
Sein Segen sei mit uns. Amen.
Psalm (Ps 33, 4-5)
Aus den Psalmen unseres Lehrers David,
des Propheten und Königs. Sein Segen sei mit uns. Amen.
Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, all sein Tun ist verlässlich. Er
liebt Gerechtigkeit und Recht, die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.
Alleluja
Gesegnet sei der, der kommt im Namen des Herrn. Unser Herr, unser Gott, unser Erlöser und
unser aller König, Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ihm gebührt Ehre in
Ewigkeit. Amen.
Evangelium (Mt 9, 18-26)
Während Jesus so mit ihnen redete, kam ein Synagogen Vorsteher, fiel vor
ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr
deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig. Jesus stand auf und folgte ihm
mit seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt,
von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte
sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine
Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau
geheilt. Als Jesus in das Haus des Synagogen Vorstehers kam und die
Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus!
Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus.
Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an
der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen
Gegend.
Ehre sei unserem Herrn in Ewigkeit. Amen.
Katameros (Sonntage) Tut- Vierter Sonntag
20
Morgenweihrauch
Erhebt euch und steht in Gottesfurcht, seid aufmerksam in Weisheit, um das heilige
Evangelium zu hören. Ein Abschnitt aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus, dem
Evangelisten und reinen Apostel.
Sein Segen sei mit uns. Amen.
Psalm (Ps 33, 20-21)
Aus den Psalmen unseres Lehrers David,
des Propheten und Königs. Sein Segen sei mit uns. Amen.
Unsre Seele hofft auf den Herrn; er ist für uns Schild und Hilfe. Ja, an ihm
freut sich unser Herz, wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.
Alleluja
Gesegnet sei der, der kommt im Namen des Herrn. Unser Herr, unser Gott, unser Erlöser und
unser aller König, Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ihm gebührt Ehre in
Ewigkeit. Amen.
Evangelium (Mt 15, 21-28)
Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da
kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen
mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten:
Schick sie weg, denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den
verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm
nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den
Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die
Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll
geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.
Ehre sei unserem Herrn in Ewigkeit. Amen.
Katameros (Sonntage) Tut- Vierter Sonntag
21
Die heilige Liturgie
Paulusbrief (2.Kor 1, 1-14)
Lesung aus dem zweiten Brief unseres Lehrers Paulus, des Apostels, an die Korinther.
Sein Segen sei mit uns. Amen.
Paulus, durch Gottes Willen Apostel Christi Jesu, und der Bruder
Timotheus an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, und an alle Heiligen in ganz
Achaia. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn
Jesus Christus.
Gepriesen sei der Gott und Vater Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater des
Erbarmens und der Gott allen Trostes. Er tröstet uns in all unserer Not, damit
auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit
dem auch wir von Gott getröstet werden. Wie uns nämlich die Leiden Christi
überreich zuteil geworden sind, so wird uns durch Christus auch überreicher
Trost zuteil. Sind wir aber in Not, so ist es zu eurem Trost und Heil, und werden
wir getröstet, so geschieht auch das zu eurem Trost; er wird wirksam, wenn ihr
geduldig die gleichen Leiden ertragen, die auch wir ertragen. Unsere Hoffnung für
euch ist unerschütterlich; wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den
Leiden teilhaben, sondern auch am Trost.
Wir wollen euch die Not nicht verschweigen, Brüder, die in der Provinz Asien
über uns kam und uns über alles Maß bedrückte; unsere Kraft war erschöpft, so
sehr, dass wir am Leben verzweifelten. Aber wir haben unser Todesurteil
hingenommen, weil wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzen wollten,
sondern auf Gott, der die Toten auferweckt. Er hat uns aus dieser großen
Todesnot errettet und rettet uns noch; auf ihm ruht unsere Hoffnung, dass er uns
auch in Zukunft retten wird. Helft aber auch ihr, indem ihr für uns betet, damit
viele Menschen in unserem Namen Dank sagen für die Gnade, die uns
geschenkt wurde.
Denn das ist unser Ruhm - und dafür zeugt auch unser Gewissen -, dass wir in
dieser Welt, vor allem euch gegenüber, in der Aufrichtigkeit und Lauterkeit, wie
Gott sie schenkt, gehandelt haben, nicht aufgrund menschlicher Weisheit,
sondern aufgrund göttlicher Gnade. Und wenn wir euch schreiben, meinen wir
nichts anderes, als was ihr lest und versteht; ich hoffe, ihr werdet noch ganz
verstehen, was wir meinen und was ihr zum Teil schon verstanden habt, nämlich
dass ihr am Tag Jesu, unseres Herrn, auf uns stolz sein dürft, so wie wir auf
euch.
Die Gnade Gottes des Vaters sei mit Euch, meine Väter und Brüder. Amen.
Katameros (Sonntage) Tut- Vierter Sonntag22
Katholikon (1.Joh 3, 8-12)
Lesung aus dem ersten katholischen Brief unseres Lehrers Johannes, des Apostels.
Sein Segen sei mit uns. Amen.
Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu
zerstören. Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm
bleibt. Er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt. Daran kann man die
Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der die Gerechtigkeit
nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.
Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen
einander lieben und nicht wie Kain handeln, der von dem Bösen stammte und
seinen Bruder erschlug. Warum hat er ihn erschlagen? Weil seine Taten böse,
die Taten seines Bruders aber gerecht waren.
Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist. Die Welt und ihre Begierden
vergehen. Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. Amen.
Katameros (Sonntage) Tut- Vierter Sonntag
23
Apostelgeschichte (Apg 9, 36-42)
Ein Kapitel aus der Geschichte unserer Väter, der reinen Apostel.
Ihr Segen sei mit uns. Amen.
In Joppe lebte eine Jüngerin namens Tabita, das heißt übersetzt: Gazelle.
Sie tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen. In jenen Tagen aber wurde
sie krank und starb. Man wusch sie und bahrte sie im Obergemach auf. Weil
aber Lydda nahe bei Joppe liegt und die Jünger hörten, dass Petrus dort war,
schickten sie zwei Männer zu ihm und ließen ihn bitten: Komm zu uns, zögere
nicht!
Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Als er ankam, führten sie ihn in das
Obergemach hinauf; alle Witwen traten zu ihm, sie weinten und zeigten ihm die
Röcke und Mäntel, die Gazelle gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war. Petrus
aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich zu dem
Leichnam und sagte: Tabita, steh auf! Da öffnete sie ihre Augen, sah Petrus an
und setzte sich auf.
Er gab ihr die Hand und ließ sie aufstehen; dann rief er die Heiligen und die
Witwen und zeigte ihnen, dass sie wieder lebte. Das wurde in ganz Joppe
bekannt und viele kamen zum Glauben an den Herrn.
Das Wort Gottes wächst noch in dieser Kirche und in jeder Kirche. Amen.
Katameros (Sonntage) Tut- Vierter Sonntag
24
Erhebt euch und steht in Gottesfurcht, seid aufmerksam in Weisheit, um das heilige
Evangelium zu hören. Ein Abschnitt aus dem heiligen Evangelium nach Lukas, dem
Evangelisten und reinen Apostel.
Sein Segen sei mit uns. Amen.
Psalm (Ps 28, 8-9)
Aus den Psalmen unseres Lehrers David,
des Propheten und Königs. Sein Segen sei mit uns. Amen.
Der Herr ist die Stärke seines Volkes, er ist Schutz und Heil für seinen
Gesalbten. Hilf deinem Volk und segne dein Erbe, führe und trage es in
Ewigkeit!
Alleluja
Gesegnet sei der, der kommt im Namen des Herrn. Unser Herr, unser Gott, unser Erlöser und
unser aller König, Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ihm gebührt Ehre in
Ewigkeit. Amen.
Evangelium (Lk 7, 36-50)
Jesus ging in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen
hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte,
erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem
Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran. Dabei
weinte sie und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit
ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.
Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich
ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich
berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn
und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister!
Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm
fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig.
Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von
ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er
mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht. Dann wandte er sich der
Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau?
Katameros (Sonntage) Tut- Vierter Sonntag
25
Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser über die Füße gegossen; sie
aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar
abgetrocknet. Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir,
seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst. Du hast mir nicht das Haar mit
Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.
Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel
Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig
Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die
anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt? Er aber sagte zu der
Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!
Ehre sei unserem Herrn in Ewigkeit. Amen.

